BMBF – Forschungsförderung am CERN
Als Mitgliedsland des von 20 Ländern betriebenen Zentrums für Elementarteilchenphysik CERN in Genf trägt die Bundesrepublik Deutschland mit 130 Mio. € pro Jahr zu mehr als einem Fünftel (22%) der Grundfinanzierung dieses Europäischen Forschungszentrums bei. Zusätzlich wurden im Rahmen der Projektförderung seit Ende der 1990er Jahre Fördermittel in Höhe von 90 Mio. € für den Aufbau der LHC - Experimente vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) zur Verfügung gestellt.
Mit dieser Projektförderung unterstützt das BMBF im Bereich der naturwissenschaftlichen Grundlagenforschung Vorhaben, die von deutschen Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen an ausgewählten, im Wesentlichen vom Bund getragenen Großgeräten durchgeführt werden. Um die Langfristigkeit der Projektförderung zu gewährleisten, werden diese Projekte der Elementarteilchenphysik an Beschleunigergroßanlagen direkt vom BMBF ohne Beteiligung der DFG gefördert.
Neues Förderinstrument:
BMBF – Forschungsschwerpunkt (BMBF – FSP)
Um wissenschaftlich besonders herausragende Projekte auszuzeichnen wurden mit der jüngsten Förderperiode (von 2006 bis 2009) in den Bereichen „Struktur und Wechselwirkung fundamentaler Teilchen“ und „Hadronen- und Kernphysik“ neue Förderinstrumente „BMBF - Forschungsschwerpunkte“ ausgeschrieben, die in Umfang und wissenschaftlicher Bedeutung den transregionalen Sonderforschungsbereichen der DFG nachempfunden sind.
Ausdrückliches Ziel dieser FSP-Förderung ist die Bildung von Forschungsnetzwerken, die Ausnutzung von Synergien, die Förderung hoher wissenschaftlicher Exzellenz und Stärkung der internationalen Sichtbarkeit. Die Koordinierung der BMBF-FSP wird von einem Sprecher übernommen.
Mit ATLAS, CMS und ALICE wurden im Juli 2006 die ersten drei BMBF-FSP für Forschungsgruppen eingerichtet, die sich an den großen Experimenten am Large Hadron Collider (LHC) des CERN beteiligen: FSP 101 (ATLAS), FSP 102 (CMS), FSP 201 (ALICE). Diese drei Forschungsschwerpunkte werden in den kommenden drei Jahren insgesamt mit über 32 Mio. € vom Bund gefördert. Neben diesen grossen Forschungsnetzwerken foerdert das BMBF auch eine substanzielle deutsche Mitarbeit am LHCb Experiment.
Am 2. Februar 2007 fand im Wissenschaftszentrum Bonn ein erstes gemeinsames Symposium aller drei BMBF-FSP statt. Die dort gehaltenen Vorträge können hier eingesehen werden.
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